Hospizkultur & Palliative Care

Wenn ein Mensch, den Sie lieben, bei uns im Seniorenhaus Menda lebt, tauchen irgendwann Fragen auf, die man nicht gerne stellt: Was passiert, wenn es ihm schlechter geht? Wird sie Schmerzen haben? Wird jemand da sein? Und was ist, wenn ich nicht rechtzeitig kommen kann?

Diese Sorgen sind ganz natürlich. Wir möchten Ihnen hier erklären, wie wir Ihren Menschen begleiten – damit Sie wissen, dass Sie sich auf uns verlassen können.

Dafür setzen wir Hospizkultur und Palliative Care in Pflegeheimen (HPCPH) um.

Lebensqualität bis zuletzt – gut begleitet, in vertrauter Umgebung.

Darauf können Sie sich verlassen

Ihr Mensch hat keine unnötigen Schmerzen
Wir achten sehr genau auf Schmerzen, Unruhe, Atemnot oder Angst – auch bei Menschen mit Demenz, die sich nicht mehr gut mitteilen können. Wir stimmen uns eng mit Haus- und Fachärzt:innen ab, damit rasch geholfen wird.

Ihr Mensch ist nicht allein
Wenn das Leben zu Ende geht, nehmen wir uns Zeit: für eine Hand, die gehalten wird, für vertraute Musik, für stille Momente. Auch wenn Sie einmal nicht da sein können, ist jemand an seiner Seite.

Seine Wünsche werden respektiert
Was Ihrem Menschen wichtig ist, halten wir gemeinsam fest – und handeln danach, auch wenn er es selbst nicht mehr sagen kann (mehr dazu unten beim Vorsorgedialog).

Sie werden informiert
Wenn sich der Zustand verändert, melden wir uns bei Ihnen. Wir sprechen offen und ehrlich mit Ihnen – in Worten, die man versteht.

Der Vorsorgedialog

Viele Angehörige kennen das Gefühl: Man soll eine wichtige Entscheidung treffen und weiß nicht, was der Mensch selbst gewollt hätte. Genau davor schützt der Vorsorgedialog.

So läuft er ab:
In einem ruhigen Gespräch setzen sich Ihr Mensch, Sie (wenn gewünscht), unsere Pflege und die Hausärztin bzw. der Hausarzt zusammen. Gemeinsam besprechen wir:

  • Was ist ihm oder ihr im Leben wichtig?
  • Welche medizinischen Maßnahmen sind gewünscht, welche nicht? Zum Beispiel: Soll im Notfall ein Transport ins Krankenhaus erfolgen – oder lieber Begleitung hier im vertrauten Zimmer?
  • Gibt es Rituale, Lieblingsmusik, Menschen oder einen Glauben, die Kraft geben?

Was Ihnen das bringt:
Die Wünsche werden schriftlich festgehalten. Wenn es darauf ankommt, müssen Sie nicht allein entscheiden – Sie wissen, dass im Sinne Ihres Menschen gehandelt wird. Das nimmt vielen Angehörigen eine große Last.

Der Vorsorgedialog ist ein freiwilliges Angebot. Er kann jederzeit geführt, ergänzt oder geändert werden.

Wir sind für Sie da

Einen geliebten Menschen in seiner letzten Lebensphase zu begleiten, ist eine der schwersten Aufgaben überhaupt. Sie müssen das nicht allein tragen.

  • Sie dürfen einfach Tochter, Sohn, Partner:in sein. Um die Pflege kümmern wir uns – Sie schenken Nähe.
  • Sie dürfen alles fragen. Keine Frage ist zu klein oder unangenehm.
  • Sie dürfen mithelfen – oder auch nicht. Ob Sie Haare kämmen, vorlesen oder einfach dasitzen möchten: Alles ist richtig.
  • Sie finden Halt in unserer Seelsorge. Gespräche und die Kapelle stehen auch Ihnen offen – unabhängig von Religion oder Weltanschauung.

Wenn der Abschied kommt

Wir begleiten Sie auch in diesen Stunden. Sie bekommen Zeit, sich in Ruhe zu verabschieden – ohne Eile. Wir unterstützen Sie bei den nächsten Schritten und verabschieden Ihren Menschen gemeinsam mit Mitbewohner:innen und Team z. B. mit einer Kerze im Eingangsbereich / einer Gedenkfeier.

Auch nach dem Abschied lassen wir Sie nicht einfach gehen: Auf Wunsch vermitteln wir Ihnen Trauerbegleitung, etwa über den Hospizverein Steiermark.